Zugspitz-Region: Wie eine Geschichte entsteht

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Ein transmediales Rätsel soll Besucher interaktiv über Alltagsmedien wie SMS, Anrufe oder Websites zu Kulturschätzen der Region führen und zugleich die Anbieter unter dem Thema der geplanten Landesausstellung 2018 „Mythos Bayern. Wald, Gebirg und Königstraum“ vernetzen. Derzeit wird die Basisnarration für das neue Storytelling-Konzept erarbeitet und abgestimmt. Ausgewählte Orte werden dauerhaft in das Konzept integriert und können es über die Zeit der Landesausstellung hinaus nutzen. Je nach Projektfortschritt und Finanzierung können ab Sommer/Herbst 2017 erste pilothafte Einrichtungen vor Ort beginnen.

Leitthemen der Geschichte sind Handelswege, Reisen, legendäre Persönlichkeiten sowie künstlerische und handwerkliche Traditionen. Teil der Geschichte wird zum Beispiel das Kloster Ettal mit einer Route von Hof und Kirche über Brauerei und Käserei zum Shop. Prägende Figuren wie Äbte oder der „Kräuterpapst“ Frater Vitalis können eine Rolle spielen. Das Oberammergau Museum & Passionstheater Oberammergau wird als ein Ensemble angelegt und verbunden. Bei den Bayerischen Staatsforsten sind derzeit pädagogische Wander- und Erlebnispfade in Vorbereitung, die einbezogen werden sollen. Ein wichtiges Thema ist hier die Jagd: So gibt es mitten im Wald Orte, die selten aufgesucht werden, wie zum Beispiel Reste einer Klause von Ludwig II. Im Freilichtmuseum Glentleiten wiederum werden Neugierige an wenigstens drei Stationen fündig und erleben spannende Geschichten wie die von der "Mord-Au-Almhütte" und dem Tegernsee-Haus, die durch zwei Legenden verbunden sind. Rund um das Geigenbaumuseum in Mittenwald schließlich können die Besucher in das Leben des Geigenbauers Mathias Klotz eintauchen. Nicht nur das Museum, sondern auch die Kirche und andere Häuser des Ortes sollen einbezogen werden.

  • Am Anfang standen umfangreiche Recherchen und Vorüberlegungen zur Ausgangslage, den Zielen und Lösungswegen. Bei den äußerst positiven, produktiven Treffen mit zahlreichen Partnern vor Ort konnten dann neben den Zusagen aller Gesprächspartner viele relevante Informationen für das Anforderungsprofil an die zu entwickelnde „Storyworld“ gewonnen werden.
  • Derzeit wird eine technische und narrative Grundkonzeption entwickelt und darauf aufbauend eine so genannte Basisnarration, die an verschiedenen Orten der Region flexibel angekoppelt werden kann. Unterschiedliche Orte (z.B. Bauten, Museen, Kulturdenkmäler, Landschaften etc.) werden in die Geschichte implementiert, so dass diese den Teilnehmern später einen narrativen „roten Faden“ bietet, der ihren Aufenthalt um eine erlebnisstarke Dimension erweitert.
  • Es werden technische Lösungswege erarbeitet, die möglichst mit den Medien auskommen, die viele Gäste ohnehin nutzen. Ziel ist bei diesem übergreifenden, personalisierten Storytelling zugleich maximale Flexibilität auf unterschiedliche Routen, Aktivitätsgrade, Aufenthaltsdauer etc. zu gewährleisten.
  • Für die weitere Anpassung und Verfeinerung der Konzeption werden Marktforschungsdaten ausgewertet, hoch frequentierte Zielpunkte erkannt.
  • Begleitend werden rund um die Geschichte Marketingmaßnahmen für die Region entwickelt.
Heike Bojunga,

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