Kulturtourismus in ländlichen Regionen: Zwischenbilanz und Wettbewerb um 6. Modellregion

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Am Donnerstag, den 6. Juli 2017, trafen sich Tourismusexperten aus Politik und Wirtschaft mit Kulturschaffenden und Touristikern aus zahlreichen touristischen Destinationen im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) zu einer Zwischenbilanz im Projekt „Die Destination als Bühne: Wie macht Kulturtourismus ländliche Regionen erfolgreich?“.

Die dwif-Consulting GmbH stellte gemeinsam mit den Projektpartnern Sandstein Kommunikation GmbH und Thadeus Roth den aktuellen Projektstand in den fünf Modellregionen vor. Die Veranstaltung sollte dem Erfahrungsaustausch mit den Akteuren aus den Modellregionen dienen und der Frage nachgehen, wie sich aus den bisherigen Erkenntnissen nachhaltige Konzepte für die Entwicklung von kulturellen Dachmarken und deren touristische Vermarktung schaffen und auf andere Tourismusregionen übertragen lassen.

Zudem war die Veranstaltung Startpunkt für den Wettbewerb um eine weitere Modellregion.

Noch viel kulturtouristisches Potenzial in ländlichen Räumen
Eröffnet wurde die Konferenz von Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und Tourismusbeauftragte der Bundesregierung: „Gerade in ländlichen und oft strukturschwachen Regionen kann der Tourismus zu einem bedeutenden Motor für Einkommen, Beschäftigung und nachhaltige Entwicklung werden.

Und auch in Deutschland, das schon jetzt Kulturreiseland Nummer eins der Europäer ist, gibt es im ländlichen Raum noch reichlich kulturtouristisches Potenzial, das es zu erschließen und auszuschöpfen gilt“, so Iris Gleicke.

Es gehe dabei um ein wichtiges politisches Ziel, nämlich um die wirtschaftliche Stabilisierung und Entwicklung ländlicher Räume, betonte die Parlamentarische Staatssekretärin: „Mit unserem Projekt ‚Die Destination als Bühne: Wie macht Kulturtourismus ländliche Regionen erfolgreich?' wollen wir zeigen, wie sich bislang verborgene Schätze heben und in nachhaltige Tourismusmagneten verwandeln lassen – von historischen Denkmälern über Kulinarisches bis zum Brauchtum.“

Zwischenbilanz nach gut 18 Monaten
Im Anschluss zogen Thomas Feil und Heike Bojunga, Sandstein Kommunikation GmbH aus Dresden, gemeinsam eine Zwischenbilanz nach gut 18 Monaten Arbeit in und mit den Modellregionen. Sie präsentierten Fragestellungen, Erfolgsfaktoren und konkrete Ergebnisse aus den drei Modellregionen Oberlausitz, Ostfriesland und der Zugspitz-Region.

Zudem stellten sie die Schwerpunkte der Arbeit in den Anfang 2017 neu hinzugekommenen Modellregionen Mecklenburgische Seenplatte und Welterberegion Anhalt-Dessau-Wittenberg vor.

Ziel ist die modellhafte Entwicklung von Kulturmarken und kulturtouristischen Netzwerken in ländlichen Reiseregionen, die andere touristische Destinationen zu eigenen Initiativen inspirieren und zur Nachahmung anregen sollen. Dazu wird mit der Online-Dialogplattform culturcamp.de ein zentrales Kommunikationsmedium zur Verfügung gestellt, das dem Austausch und Wissenstransfer dienen soll.

Wettbewerb um neue Modellregion startet!
In bisher fünf Modellregionen werden beispielhaft Wege und praxisorientierte Lösungen erarbeitet und umgesetzt. Von den gesammelten Erfahrungen soll nun eine weitere Destination profitieren. Deshalb war die Veranstaltung zugleich Startschuss für die Suche nach einer 6. Modellregion.

Bewerben können sich ab sofort Managementorganisationen mit Destinationsbezug (Tourismusverbände und -vereine unabhängig von der Rechtsform) im ländlichen Raum. Wir bieten der ausgewählten Modellregion Beratungs- und Coachingleistungen, zum Beispiel:

  • Unterstützung bei der Entwicklung von Konzepten bzw. bei der Vernetzung der Akteure (bis zu vier Workshops, Seminaren oder Zukunftswerkstätten)
  • die (Weiter-)Entwicklung von Konzepten und konzeptionellen Ideen im Bereich Produktentwicklung, Marketing oder Finanzierung
  • Beratung bei Struktur- und Organisationsfragen die Beratungs- und Coachingleistungen

Quelle: © dwif-Consulting GmbH

Foto: © Deutscher Tourismusverband / Jan Sobotka / www.flickr.com

Heike Bojunga,

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