fontane.200: Mit Theodor Fontane das Ruppiner Seenland kulturtouristisch vernetzten.

Culturcamp Contest
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Ausgangslage:
Die Tourismusregion Ruppiner Seenland, zwischen Berlin und der Mecklenburgischen Seenplatte an gelegen, ist die Kulturregion im Norden Brandenburgs. Auf Schritt und Tritt finden sich kulturelle Sehenswürdigkeiten oder Bezüge zu Persönlichkeiten, die hier gelebt oder gewirkt haben. In naturverbundener Lage mit zahlreichen Seen erleben Besucher, die ideale Verknüpfung von Kultur und Natur (siehe Video).

Unsere Tourismusdestination ist ein beliebtes Ausflugsziel für Tages- und Kurzurlauber, die bevorzugt 2 – 3 Tage in der ländlichen Region verbringen wollen. Die Reiseregion Ruppiner Seenland kann sich steigender Gästezahlen (541.256 Gäste in 2016) erfreuen und befindet sich auf Platz 4 der beliebtesten Reiseziele Brandenburgs. Der überwiegende Teil unserer Gäste kommt aus Berlin, welche mit der Deutschen Bahn oder mit dem Auto über die A 24 innerhalb einer Stunde die Region erreichen.

Die Landschaft ist geprägt durch glasklare Gewässer, sanfte Hügel, malerische Dörfer und historischen Städten. Ausflüge auf dem Wasser oder mit dem Fahrrad bilden den Schwerpunkt der Urlaubs-Aktivitäten mit ergänzenden Angeboten der Kunst- und Kulturakteure.

Im Besonderen wird die Verbindung zwischen Kultur und Natur im Jahr 2019 intensiviert. Zum 200. Jubiläum des Autors Theodor Fontane im Jahr 2019, wird das Land Brandenburg und herausgehoben der Landkreis Ostprignitz-Ruppin mit seiner Fontanestadt Neuruppin, als Geburtsort des Dichters und Schriftstellers, die bundesweite Aufmerksamkeit des Themenjahres „fontane.200“ auf sich vereinen.

Theodor Fontane (30. Dezember 1819 – 20. September 1898) gilt als bedeutendster deutscher Vertreter des literarischen Realismus Bis heute sind die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ identitätsstiftend für das Land Brandenburg und bieten sich für die kulturtouristische Wertschöpfung an. Gleichwohl soll 2019 der Blick auf das gesamte Werk gelenkt werden, um Anbindung an Gegenwartsthemen herzustellen. Im Ruppiner Seenland ist im Jahr 2019, vom 30. März bis zum 30. Dezember, kulturell und künstlerisch immer etwas zu entdecken!

  • Fontaneroute, Etablierung eines radtouristischen Hinweissystems im Ruppiner Seenland bis nach Havelland, Potsdam-Mittelmark und Oberhavel über Ribbeck und Neuruppin auf den Spuren Fontanes in einem überregionalen Projektverbund
  • Fontanepass, beinhaltet die wichtigsten Fontaneorte oder Sehenswürdigkeiten und soll Gäste zum Besuch anregen
  • Fontaneteller, soll in ausgewählten Gastronomiebetrieben aus beschriebenen Zutaten oder Lieblingsspeisen des Dichters ein kulinarisches Angebot ermöglichen
  • Theodor-Fontane-Rundwanderweg, führt durch die Reiseregion, zu kulturellen, kulinarischen und landschaftlichen Entdeckungen auf den Spuren des „ersten Reisebloggers“ Deutschlands

Für die Vorbereitung des Fontanejubiläums arbeitet eine Vielzahl an Kultur- und Tourismusakteuren zusammen. Die Vernetzung dieser Akteure bedarf über das Jahr 2019 hinaus einer gefestigten Struktur und eines Marketingkonzeptes, welches Kultur und Tourismus verbindet.

In der Landestourismuskonzeption für Brandenburg wird unter anderem die Kultur als profilgebend für das Land definiert. Für die Urlaubswelt „Kultur erleben“ kann die Region Ruppiner Seenland u.a. mit folgenden Angeboten aufwarten:

Konzeptionelle Grundlagen:
Das Potential Theodor Fontane als kulturtouristischen Botschafter glaubhaft in Szene setzen zu können, wurde in der Kulturstrategie des Landkreises Ostprignitz-Ruppin erarbeitet. Unter dem Dach der „FontaneKULTour“ soll die Region kulturtouristisch in Wert gesetzt werden. Diese Zielrichtung wird auch in der Kulturentwicklungskonzeption der Fontanestadt Neuruppin beschrieben. Auch wenn es Strategien und Konzepte gibt, fehlt eine Gesamtstrategie, die diese vereint, da oft der touristische Blickwinkel bisher nicht intensiv genug einbezogen wurde. Dem gemeinsamen Bestreben für diese Ausrichtung fehlt bisher zudem eine Struktur die sich dieser Zielsetzung nach innen und außen annimmt.

Kulturangebote dienen unseren Gästen folglich als Ergänzung zum „Urlaub in der Natur“, sind aber noch zu selten der primäre Grund für die Entscheidung, die Destination zu besuchen. Umgekehrt stellen zu wenig Besucher, die wegen eines kulturellen Ereignisses in die Region kommen, die Verbindung zur Reiseregion als „Naturerlebnis“ her.

Die Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH (TMB) hat das Potential des Kulturtourismus für die Entwicklung des Landes Brandenburg erkannt und eine zusätzliche Personalstelle zur landesweiten Etablierung des Themas eingestellt. Das Fontanejubiläum wird Anlass für eine bundesweite kulturtouristische Kampagne für das Reiseland Brandenburg, mit einem Schwerpunkt auf die Stadt Neuruppin und die Region.

In der Stadt Wittstock / Dosse wird 2019 zudem die Landesgartenschau stattfinden und das überregionale Interesse auf das Ruppiner Seenland lenken. Eine Zusammenarbeit mit der LAGA im Bereich Vermarktung und Angebotsentwicklung ist vorgesehen.

Zielstellung:
Die vorher genannten Ausführungen haben deutlich gemacht, dass es eine Vielzahl von Akteuren und Initiativen in der Region im Bereich Kultur und Tourismus gibt, dass es aber an einem schlagkräftigen Netzwerk bzw. Strukturen zur Bündelung dieser Aktivitäten fehlt.

Durch die bessere Verbindung von Natur und Kultur sollen der Destination steigende Besucherzahlen und ein Plus an saisonverlängernden Angeboten bewirken. Im Vordergrund soll die gelebte kulturelle Identität der Einwohner des ländlichen Raumes - Ruppiner Seenland – stehen, um die Identifikation der Region zu stärken. Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung von vermarktungsfähigen Produktkombinationen. Das Beherbergungsangebot muss erweitert werden und Kooperationen, vor allem der nahen Mecklenburger Seenplatte, sind zu erschließen.

Wichtig ist es langfristig tragfähige Strukturen zu entwickeln, die eine professionelle Vermarktung kulturtouristischer Angebote ermöglichen – weit über das Themenjahr hinaus. Darauf liegt das Hauptaugenmerk.

Für das Ruppiner Seenland können bereits Teile der Erkenntnisse vorheriger Modellregionen im Rahmen von „Die Destination als Bühne: Wie macht Kulturtourismus ländliche Räume erfolgreich?“ einfließen (insbesondere: Zugspitzregion – nachhaltige Vermarktung Landesausstellung, WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg – Optimierung der Onlinevermarktung, Mecklenburger Seenplatte – Vernetzung Veranstaltungsportfolio).

Fragestellung:
„Wie kann das Themenjahr „fontane.200“ dazu beitragen, die vorhandenen Strukturen für den Kulturtourismus dauerhaft in der Tourismusregion Ruppiner Seenland zu bündeln und den Kulturtourismus langfristig tragfähig stärker in Wert zu setzen?“

Mit dem Modellprojekt „Die Destination als Bühne: Wie macht Kulturtourismus ländliche Räume erfolgreich?“ soll exemplarisch der nachhaltige Umgang mit kulturellen Themenjahren begleitet werden, um nachfolgend Erkenntnisse für den langfristigen Nutzen direkt für die Tourismusregion Ruppiner Seenland zu gewinnen, aber auch um anderen ähnlichen Themenjahren im Bundesgebiet beispielgebend zu sein. Dabei kann die Person Fontane profilgebend für Neuruppin und die Region sein und einen ersten Schub auf dem Weg zu einer kulturtouristischen Region über das Jubiläumsjahr hinaus geben.

Vorhandene Strukturen und Akteure sind somit zu moderieren und strukturiert zusammenzuführen.

Der Realisierungszeitraum für die professionellen Begleitung, im Rahmen als 6. Modellregion, wäre ideal: Sowohl die Projektvorbereitung im Jahr 2018, die Umsetzung von „fontane.200“ im Jahr 2019, als auch die Nachbereitung im Jahr 2020 könnte begleitet werden und wäre somit praxisnah und realisierbar zugleich.

„Am Mute hängt der Erfolg!“
Theodor Fontane

Das Konzept zum download finden Sie hier!

Kontakt:
Tourismusverband Ruppiner Seenland e.V.
Jörn Fritsch

Fischbänkenstraße 8
16816 Neuruppin
Tel.: 03391 – 659636
Fax: 03391 – 65 96 32
fritsch@ruppiner-reiseland.de
www.ruppiner-reiseland.de

In Kooperation
Mario Zetzsche, Projektleiter fontane.200/Fontanestadt, Stadtverwaltung der Fontanestadt Neuruppin, Tel.: 03391.355 686, mario.zetzsche@fontane-200.de, www.fontane-200.de

Nicola Krettek, Referentin Stadt- und Regionalentwicklung, Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg, Tel.: 03391.82 209 -205, nk@reg-nordwestbrandenburg.de, www.reg-nordwestbrandenburg.de

Sabine Ende, Tourismuskoordination für die Fontanestadt Neuruppin, InKom Neuruppin GmbH, Tel.: 03391.82209-468, sabine.ende@inkom-neuruppin.de, www.inkom-neuruppin.de

Bettina Wedde, Koordination Kulturtourismus, TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH, Tel.: 0331-298 73-69, bettina.wedde@reiseland-brandenburg.de, www.reiseland-brandenburg.de

Titelbild: Theodor Fontane-Denkmal (c) Traub / SWN Fontanestadt Neuruppin

Jörn Fritsch,

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