Die Oberschwäbische Barockstraße bewirbt sich – über 50 Stationen vernetzen das Himmelreich des BAROCK zwischen Donau und Bodensee!

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Die Oberschwäbische Barockstraße (OBS) ist über 760 km lang und vernetzt auf insgesamt vier Routen die Region zwischen Wiblingen (D) und St. Gallen (CH) von Nord nach Süd und Kempten im Allgäu und Sigmaringen von Ost nach West. Im Jahr 2016 feierte die Kultur- und Ferienstraße bereits ihr 50-jähriges Bestehen. Die Oberschwaben Tourismus GmbH (OTG) ist Trägerin der Marke und stellt die OBS daher bereits seit Jahren im Rahmen des strategischen Geschäftsfeldes „Kultur & Barock“ als Leuchtturmprodukt in den Mittelpunkt der Vermarktung. Als Besonderheit ist zu erwähnen, dass die Oberschwäbische Barockstraße über Landes- und EU-Grenzen hinaus Partner vernetzt.

Status quo
Im Jahr 2016 wurden im Zuge eines Relaunch-Projektes in Zusammenarbeit mit Experten aus Kultur und Tourismus im Rahmen einer Lenkungsgruppe sechs neue Produktlinien entwickelt:

1. BAROCK erleben:
Brauchtum & Tradition, Wallfahrten wie z. B. der Blutritt in Weingarten als größte Reiterprozession Europas, Blumenteppiche zu Fronleichnam, Erntedankteppiche, Volksfrömmigkeit usw.

2. BAROCK bestaunen:
Architektur & Kunst, z. B. barocke Prachtbauten (Klöster, Schlösser, Kirchen, Basiliken), Bibliothekssäle im Stitftsbezirk St. Gallen, Kloster Schussenried, Kloster Wiblingen, Dinglinger Blumenkorb im Museum Biberach usw.

3. BAROCK genießen:
Kulinarik: barocke Menüs gekocht von regionalen Gastgebern, die Seele als oberschwäbisches Traditionsgebäck, klösterliche Fastenkultur

4. BAROCK entspannen:
barocke Gartenanlagen, z. B. der einem Barockgarten nachempfunden Garten vom Kloster und Schloss Salem, aber auch die klösterlich geprägte Landschaft, z. B. der Stille Bach bei Weingarten oder der Krummbach Ochsenhausen

5. BAROCK erlauschen:
Musik & Predigt, z. B. Orgeln von Joseph Gabler in Ochsenhausen und Weingarten oder Prediger der Barockzeit wie z. B. Abraham a Sancta Clara oder Sebastian Sailer (beides Ersteller von Schriften, Predigten und Schauspielen, die zum Ziel hatten, den Menschen den „wahren katholischen Glauben“ näher zu bringen und auch heute noch ihre Bedeutung haben)

6. BAROCK erschaudern:
Die Kehrseite des Barock / bäuerlicher Alltag im Barock, Reliquienkult (Aufbewahrung geschmückter Katakombenheiligen (sog. „Heilige Leiber“) in den Kirchen und bei Prozessionen, Hexenverfolgung bis ins

All diese Themenfelder haben bis heute Auswirkungen auf Land und Leute in der Region Oberschwaben/Allgäu/Bodensee und die Epoche gilt als identitätsstiftend für den gesamten Kulturraum. Allen Beteiligten des Relaunch-Prozesses war (und ist es) wichtig, die Vielfalt der Epoche aufzuzeigen und die Gegensätze herauszuarbeiten. Touristen können schon heute barocke Menüs genießen, barocke Orgelkonzerte erlauschen, barocke Prachtbauten bestaunen, an barocken Gruselführungen teilnehmen, beim Spaziergang durch alte Klostergärten entspannen oder beim Betrachten der Heiligen Leiber erschaudern.

Im Jubiläumsjahr wurde außerdem die erste Lange BAROCKnacht am 18. Juni 2016, dem Gründungsdatum der OBS, veranstaltet, an der 26 Stationen entlang der gesamten Ferienstraße mit unterschiedlichen Programmpunkten vertreten waren. Diese wurde im Jahr 2017 fortgesetzt und soll für das Jahr 2018 zur BAROCKwoche ausgeweitet werden.

Als Hauptmedium wird der offizielle Routenführer zur Oberschwäbischen Barockstraße alle zwei Jahre neu aufgelegt und unter der Domain www.himmelreich-des-barock.de die Ferienstraße dargestellt. Im Rahmen von regelmäßiger Pressearbeit (Pressearbeit, Pressereisen etc.), verschiedener Online Marketing Aktivitäten und der Auflage eines Programmflyers zur Langen BAROCKnacht wird das Themenfeld derzeit auf Marketingebene bearbeitet. Regelmäßige Netzwerktreffen dienen dem Informationsaustausch und der Maßnahmenplanung im Projekt.

Unter der Federführung der OTG konnte so in den letzten vier Jahren ein funktionelles Kultur-Tourismus-Netzwerk aufgebaut und eine deutliche Bewusstseinsschärfung hinsichtlich der besonderen Wertstellung des auf die Barockzeit zurückzuführenden kulturhistorischen Angebotes und der gelebten Traditionen in der Region erreicht werden. Es wurde das Potential erkannt, diese authentischen, kulturellen und endogenen Ressourcen des hiesigen Kulturraumes als Grundlagen für einen sanften und nachhaltigen Kulturtourismus zu nutzen und in wertzusetzten.

Weiterentwicklung/Fragestellung:
Die OBS als Markenleitprodukt unter dem neuen Markendach „Himmelreich des BAROCK“ könnte zum echten Erfolgs- und Wirtschaftsfaktor für die ländlich geprägte Tourismusregion werden. Dazu sind eine versierte fachlich-inhaltliche Konzeptausarbeitung mit Weiterentwicklung des barocken kulturtouristischen Angebots, insbesondere die weitere Ausarbeitung der Produktlinien, Entwicklung von Qualitätskriterien und Gästeführungskonzepten und weitere Maßnahmenpakete sowie nicht zuletzt die Entwicklung von Vermarktungsstrategien und ein umfassendes Kommunikationskonzept notwendig. Des Weiteren sollen Marketingkonzepte für die Marktbearbeitung von ausländischen Märkten, im ersten Schritt des italienischen Marktes, ausgearbeitet werden. Dabei wären Fachberatungen und Coachings sowie eine externe fachliche Projektbegleitung vor Ort von maßgeblicher Bedeutung, können aber derzeit über Eigenmittel nicht realisiert werden.

Weitere ganz konkrete Fragestellungen sind:
1. Wäre im Sinne der Produktentwicklung und der Ansprache von neuen Zielgruppen z. B. die Einführung einer digitalen Barockstraßen-Gästekarte sinnvoll?
2. Wie können wir im Bereich Kulturtourismus weitere / neue Zielgruppen erreichen? Welche digitalen Ressourcen sollten hier am besten genutzt werden? Wäre z. B. die Einführung einer eigenen Barockstraßen-App sinnvoll? Wie können wir im digitalen Zeitalter besser in den Dialog mit kulturinteressierten Gästen treten? Wie können wir die Oberschwäbische Barockstraße für Zielgruppen wie Reisemobilisten oder Familien (Stichwort: Gamification mithilfe von z. B. Apps?) attraktiv machen? Ist das im kulturtouristischen Bereich überhaupt möglich und sinnvoll?
3. Können wir im Rahmen der Vermarktung einer kulturtouristischen Ferienstraße solche Zielgruppen wie z. B. Millennials erreichen bzw. vereinfacht gesagt: Wie machen wir die Oberschwäbische Barockstraße „instagrammable“?

Wir würden uns daher sehr freuen, mit der Oberschwäbischen Barockstraße Modellregion Nr. 6 zu werden und im Rahmen eines professionellen Coachingprozesses die Kultur- und Ferienstraße weiterzuentwickeln.

Ansprechpartner:
Geschäftsstelle Oberschwäbische Barockstraße
c/o Oberschwaben Tourismus GmbH
Neues Kloster 1
D-88427 Bad Schussenried
Ansprechpartnerin: Stefanie Negd
Tel. 07583 3310-67
E-Mail: negd@oberschwaben-tourismus.de
www.himmelreich-des-barock.de
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www.instagram.com/oberschwabenallgaeu
#wirsindbarock #visitoberschwaben

Oberschwaben Tourismus,

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